Chinesische, arabische und christliche Kartographie
Geographische Karten gab es in China schon vor mehr als zweitausend Jahren, wie durch Grabfunde belegt ist. Zu den bedeutenden Kartographen zählt Pei Xiu (224–271 n. Chr.). Er verwendete bereits eine Art Gradnetz, allerdings nicht geographische Koordinaten, sondern ein Netz zur besseren Messung von Entfernungen. Einen Aufschwung nahm die Kartographie in der Ming-Zeit (1368–1644), aus der eine Fülle von Karten erhalten ist.

Stadtplan von Canton, vor etwa 1830, Staatsbibliothek zu Berlin, Ostasienabteilung.
Das Bild zeigt einen Stadtplan von Canton, der ein anschauliches Bild des Layouts der Stadt gibt. Die Datierung ist sicher nach 1818 und vor etwa 1830, denn in seinem 1840 gedruckten Katalog beschreibt Wilhelm Schott das Stück bereits als Eigentum der Königlichen Bibliothek Berlin.

Armillarsphäre, Staatliche Museen zu Berlin, Kunstgewerbemuseum.
Die Armillarsphäre wird auch als »sphaera coelestica« oder sphärisches Astrolab bezeichnet. Seit dem Ende des 15. Jahrhunderts gewann das Gerät Bedeutung als Mittel zur Veranschaulichung der Himmelsbewegung und als Anzeiger astrologischer Konstellationen. Es diente also weniger der Erkundung des Weltalls als dem Unterricht und der Schicksalsvorhersage.




