Sonntag, 13.8. 16.00 Uhr
Führung “Kolonialkartographie”

Freitag, 25. August – ab 18:00 Uhr
Die große Piratennacht
Genaue Informationen finden Sie in der Rubrik “Termine”

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Indigene Kartographie

Codex Humamantla

Codex Humamantla, Staatsbibliothek zu Berlin, Handschriftenabteilung

Fragment eines neunteiligen Dokuments aus Huamantla bei Tlaxcala, Mexiko.
Das Gesamtdokument war ursprünglich 700 cm lang und 200 cm breit.
Die übrigen Fragmente befinden sich in Mexiko. Der Inhalt ist kartographisch-historisch und im überwiegend indianischen Stil der frühen Kolonialzeit. Hergestellt wurde der Codex vermutlich von Otomí-Indianern.

Stabkarte, Marshall-Inseln, Mikronesien.

Stabkarte, Marshall-Inseln, Mikronesien, Staatliche Museen zu Berlin, Ethnologisches Museum.

Obgleich die Seefahrt für die Besiedlung und für das Leben der Südsee-Insulaner von entscheidender Bedeutung war, befand sich dennoch oder vielleicht gerade deshalb das Wissen über die Navigation der Boote in den Händen von wenigen Spezialisten. Die Stabkarten sind ein materielles Zeugnis dieses Wissens, das in einer schriftlosen Kultur mündlich weiter gegeben wurde, und weisen auf diesen geheimen, aber auch sehr individuellen Charakter des Wissens hin. Die Stabkarten gehören zu den wenigen materialisierten Gegenständen, vergleichbar den Knotenschnüren zu Genealogien, oder den Stäbchen bei Tauschhandlungen, die ausdrücklich als Erinnerungsmittel dienten.

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